Im Jahre 1970 gründete Joseph FONTANET, Vorsitzender der Departementvertretung und Bürgermeister von Saint Martin de Belleville den Belleville-Verband
indem er das Departement der Savoyen und die benachbarten Gemeinden miteinander vereinigte.
Ziel dieses Verbands war die Erforschung und Realisation
umfangreicher Pläne, die von Pierre Schnebelen vorgelegt wurden, d.h. die Schöpfung eines großen Fremdenverkehrskomplexes zu beiden
Seiden des Massivs Péclet Polset mit Val Thorens auf der Belleville-Seite und südlich gelegen Val Chavière in der Talmulde von Planay im Nationalpark
der Vanoise in der Gemeinde von Modane.
Dieses immense Objekt hatte zum Zweck einerseits die Verbindung zwischen dem Tarentaise- und dem Maurienne-Gebiet mittels einem Liftanlagen- und Pistennetz zu ermöglichen und somit die rückgängig gewordene Wirtschaftstouristik von Modane wieder neu anzukurbeln und andererseits wie in Österreich, ein großes Sommerskigebiet auf den Gletschern zu schaffen, das den Gipfel des Peclet (356 m) umschließt.
Hindernis für das Projekt Val Chavière waren jedoch die Bestimmungen des Nationalparks der Vanoise, die jegliche Verstädterung untersagte und in Folge von zahlreichen Protesten und einer Abstimmung von Seiten der Regierung wurde das Projekt Val Chavière aufgegeben.
Das Projekt Val Thorens hingegen, das außerhalb des Parks liegen sollte, wurde genehmigt, und die Ausbauarbeiten wurden mit einer bemerkenswerten Dynamik in Angriff genommen. Innerhalb eines Jahres wurde der Straßenabschnitt von 8 Km zwischen Les Menuires und Val Thorens gebaut.
Um diese Riesenaktion gut zu Ende führen zu können vertrauten das Département der Savoyen und die Gemeinde von Saint Martin de Belleville im Jahre 1971 den Ausbau der Region Val Thorens der SODEVAB (Gesellschaft für Ausbauarbeiten im Bellevilletal) sowie einem Bauträger unter der Leitung der Bank Henin an.
Am 18. Dezember 1971 wurde das erste Liftanlagennetz eingeweiht.
Die SETAM (Liftgesellschaft) wurde 1972 zur Leitung des Skigebietes von Val Thorens gegründet und der Bau der ersten Immobilienanlagen im Ortsteil « Péclet » wurde in Angriff genommen.
Im Jahre 1979 wurde der zweite Ortsteil « Caron » erbaut.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Skistation Val Thorens weiter und wurde 1982 mit der Eröffnung der Seilbahn Caron, die zu diesem Zeitpunkt als die größte Seilbahn der Welt galt, international bekannt.
Der Bau dieser Seilbahn eröffnete der Station Val Thorens den Beitritt in die Kategorie der größten Skistationen Europas. Ab den 90er Jahren entschied sich die Liftgesellschaft SETAM für Hightech-Liftanlagen. Mehr Komfort, weniger Wartezeiten und eine bessere Integration in das Landschaftsbild waren die neuen Kriterien für diese Entwicklung und hauptsächlich das Ersetzen der zu alten Liftanlagen durch neue Anlagen.
So behauptete sich der Liftanlagenpark von Val Thorens in weniger als 10 Jahren und mit einer Investition von 10 Millionen Euro pro Jahr im Durchschnitt, als der Modernste von ganz Europa: ein Dutzend ausklinkbarer Sessellifte der neuen Generation (davon vier 6-Plätze-Sessellifte), eine Seilbahn mit einer Kapazität von 150 Personen sowie zahlreiche technische Neuerungen, wie z. B. der doppelte Einstieg bei den Sesselliften und den beiden Funitel-Seilbahnen (Péclet und Grand Fond). Einzigartig auf der ganzen Welt.
Parallel dazu erfuhr die Station in den 80er Jahren eine wahre architektonische Veränderung. Der moderne Baustil der 70er Jahre machte dem Gebirgs-Baustil Platz. So hat die Station Val Thorens trotz der letzten wenigen Überresten des « Betonzeitalters » dank der Wiederinstandsetzung der Fassaden, der Stein- und Holzverkleidung der Außenwände und den Dächern mit Doppelneigung... einen savoyardischen Charakter bekommen.
Um diese Wandlung im weitesten Sinne zu vervollständigen wurde 1993 eine Kirche erbaut, und es entstanden ganz neue Ortsteile, die nur aus Chalets bestehen.
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